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DOKUMENT 2_BLKB_Nachhaltigkeitsbericht_2025.pdf

EOS Quarterly

Seiten68
Hochgeladen02.07.2026
Fragen24
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Das Dokument ist der Nachhaltigkeitsbericht 2025 der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) und beschreibt Strategie, Governance, Risikomanagement sowie nichtfinanzielle Leistungen des Konzerns. Es behandelt die drei Wirkungsfelder Mensch, Gesellschaft und Umwelt sowie verantwortungsvolle Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Hypotheken, Unternehmenskredite, Anlagen und Betrieb. Der Bericht umfasst zudem die nichtfinanzielle Berichterstattung zu radicant, die geplante Rückgabe der Banklizenz der radicant bank ag und deren geordnete Liquidation. Ergänzend enthält das Dokument Kennzahlen, regulatorische Indizes nach OR, TCFD und GRI sowie rechtliche Hinweise.

Kernpunkte für den Verwaltungsrat

  • Welche finanziellen, aufsichtsrechtlichen, operativen und reputativen Restrisiken verbleiben aus der Rückgabe der radicant-Banklizenz, der Liquidation und der Kundentransferlösung zu Alpian? → Aus den vorgelegten Passagen ergeben sich folgende Restrisiken aus der Rückgabe der radicant-Banklizenz, der Liquidation und der Kundentransferlösung zu Alpian: - Finanzielle Restrisiken: Die Kundeneinlagen der radicant bank ag bleiben vollständig geschützt, was finanzielle Risiken für Kunden minimiert. Es wird keine explizite Erwähnung von finanziellen Verlusten oder Belastungen für die BLKB genannt (doc ec3ab182-c430-4704-8ffe-6b1781a0f231, S. 22). - Aufsichtsrechtliche Restrisiken: Die Governance-Strukturen der radicant bank ag sind integraler Bestandteil der konzernweiten Governance der BLKB und wurden im Berichtsjahr gestärkt, inklusive Anpassungen an regulatorische Anforderungen (doc ec3ab182-c430-4704-8ffe-6b1781a0f231, S. 22). Die Rückgabe der Banklizenz erfolgte geordnet, was auf Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben hindeutet. - Operative Restrisiken: Die geordnete Liquidation und der Kundentransfer zu Alpian wurden umgesetzt, wobei das Treuhandgeschäft und der Innovation Hub bereits veräussert wurden (doc ec3ab182-c430-4704-8ffe-6b1781a0f231, S. 7, 22). Es gibt keine Hinweise auf operative Störungen oder Risiken. - Reputative Restrisiken: Die radicant bank ag positionierte sich als nachhaltige digitale Bank mit hohem Nachhaltigkeitsanspruch und setzte ihre Active Ownership Policy um (doc ec3ab182-c430-4704-8ffe-6b1781a0f231, S. 22). Die geordnete Abwicklung und der Schutz der Kundeneinlagen dürften reputative Risiken minimieren. Insgesamt werden keine spezifischen Restrisiken explizit genannt, die aus der Rückgabe der Lizenz, Liquidation und Kundentransfer verbleiben. Die Massnahmen erscheinen geordnet und risikobewusst umgesetzt.
  • Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 deckt den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2025 ab, wurde am 26. März 2026 publiziert und beansprucht die Umsetzung von OR 964a ff., Klimaberichterstattung nach TCFD-Bezug sowie GRI-Standards.
  • 2025 wurde eine doppelte Materialitätsanalyse durchgeführt; die Zahl der wesentlichen Themen wurde von 13 auf 10 reduziert, Biodiversität und Kreislaufwirtschaft wurden neu aufgenommen, aber nicht für alle materiellen Themen bestehen Ziele und Massnahmen.
  • Wie stellt der Bankrat sicher, dass Eigentümerziele des Kantons – regionale Geschäftsausrichtung, stabile Ausschüttungen und klima-/sozialpolitische Erwartungen – nicht zu Konzentrationsrisiken, Kreditrisiko-Fehlanreizen oder Interessenkonflikten gegenüber Kapitalbasis, Zertifikatsinhabern und Kunden führen? → Der Bankrat stellt sicher, dass die Eigentümerziele des Kantons Basel-Landschaft – regionale Geschäftsausrichtung, stabile Ausschüttungen und klima-/sozialpolitische Erwartungen – nicht zu Konzentrationsrisiken, Kreditrisiko-Fehlanreizen oder Interessenkonflikten führen, indem er eine umsichtige Risikopolitik mit dem Ziel einer vorsichtigen Risikoexposition verfolgt und ein zweckmässiges Risikomanagement sicherstellt (vgl. doc ec3ab182-c430-4704-8ffe-6b1781a0f231, S. 19). Jährlich beurteilt der Bankrat die Risiken anhand eines Risikokatalogs, inklusive Nachhaltigkeitsrisiken (S. 19). Die Eigentümerstrategie verankert Nachhaltigkeit fest in der Identität der BLKB und wird alle vier Jahre überprüft und aktualisiert (S. 37). Die BLKB schliesst Branchen mit sehr hohen ESG-Risiken aus und prüft Kreditanträge in risikobehafteten Branchen differenziert durch einen bankinternen Kreditausschuss (S. 13). Klimaschutz ist integraler Bestandteil der Eigentümerstrategie und Unternehmensstrategie, mit klaren Zielen wie Netto-Null bis 2050 und einem kontinuierlich weiterentwickelten Transitionsplan (S. 45). Die BLKB orientiert sich an nachhaltigen und ethischen Grundsätzen, fördert regionale Wirtschaft und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung, wobei Stabilität, Nachhaltigkeit, Risikobewusstsein und regionaler Fokus Leitprinzipien sind (S. 37). Zudem wird durch Compliance und Geschäftsethik ein integres und transparentes Handeln sichergestellt, um Reputations- und Geschäftsrisiken zu minimieren (S. 39).
  • Sind die Schlussfolgerungen «keine wesentlichen Klimarisiken» und «keine spezifischen Massnahmen erforderlich» hinreichend robust, obwohl Transitionsrisiken ab 2050 als wesentlich eingestuft werden und die Analyse teilweise qualitativ bleibt? → Die Schlussfolgerungen, dass kurzfristig keine wesentlichen Klimarisiken und keine spezifischen Massnahmen erforderlich sind, basieren auf quantitativen Daten und der aktuellen Risikosicht (S. 19, 20). Allerdings werden Transitionsrisiken ab 2050 als mittel- bis langfristig wesentlich eingestuft, insbesondere aufgrund regulatorischer und politischer Entwicklungen (S. 20, 60). Die Analyse berücksichtigt diese Risiken und verbindet Risikosicht mit Wirkungsperspektive, wobei Investitionen mit langen Laufzeiten klimarelevante Aspekte einbeziehen (S. 20). Die Bank führt zudem Stresstests über zehn Jahre durch (S. 20). Die teilweise qualitative Natur der Analyse wird durch kontinuierliche Überwachung und Anpassung der Massnahmen adressiert (S. 19, 46). Insgesamt sind die Schlussfolgerungen vor dem Hintergrund der aktuellen Daten und der laufenden Weiterentwicklung der Klimastrategie als hinreichend robust einzustufen, wobei die mittel- bis langfristigen Risiken erkannt und berücksichtigt werden.
  • Ist die Nachhaltigkeits- und Klimagovernance mit Bankrat, SEC, ARC, NCC, CSO, CFO, CRO, Ressort Nachhaltigkeit, Treasury und SIG eindeutig genug abgegrenzt, oder entstehen Verantwortungsdiffusion und Interessenkonflikte zwischen Wachstum, Produktvertrieb und Risikokontrolle? → Die Nachhaltigkeits- und Klimagovernance ist klar strukturiert und auf verschiedene Gremien und Rollen verteilt: Der Bankrat mit seinen Ausschüssen SEC, ARC und NCC übernimmt strategische, risikobezogene und personelle Nachhaltigkeitsaufgaben. Die Geschäftsleitung ist für die operative Umsetzung verantwortlich und berichtet an den Bankrat. Das Ressort Nachhaltigkeit fungiert als zentrale Anlaufstelle für Klimafragen und arbeitet eng mit dem Chief Sustainability Officer, CEO und Geschäftsleitung zusammen. CFO und CRO verantworten die Risikokontrolle, inklusive klimabezogener Finanzrisiken, wobei das Ressort Treasury ebenfalls klimabezogene Finanzrisiken steuert. Das SIG trifft finale Entscheidungen bei ESG-bezogenen Einzelanlagen. Die Berichterstattung erfolgt regelmäßig und transparent an die zuständigen Gremien. Diese klare Rollenverteilung und die abgestimmte Zusammenarbeit minimieren Verantwortungsdiffusion und Interessenkonflikte zwischen Wachstum, Produktvertrieb und Risikokontrolle.
  • Der Konzern umfasst neben dem Stammhaus die BLKB Fund Management AG und radicant holding ag; radicant wird nach Nichterfüllung der Erwartungen geordnet beendet, inklusive Rückgabe der Banklizenz und geplanter Liquidation.
  • Die Eigentümer- und Geschäftslogik verbindet Leistungsauftrag, regionale Wertschöpfung, starke Kapitalisierung und Ausschüttungen: 2025 werden 71,7 Mio. CHF an den Kanton und 42 CHF pro Kantonalbankzertifikat genannt; über 80 Prozent der Geschäfte erfolgen in der Region.
  • Im Anlagegeschäft wurden Vermögensverwaltungsmandate mit verbindlichen Nachhaltigkeitszielen und Swiss-Climate-Scores-Reporting ausgebaut; die BLKB verweist auf AMAS-Mitgliedschaft und Selbstregulierungen zur Greenwashing-Vermeidung.
  • Im Anlagegeschäft werden Nachhaltigkeitskriterien flächendeckend eingesetzt; die BLKB arbeitet mit Ausschlüssen, Positiv-Screening, MSCI-ESG-Daten, Active Ownership und Produktvarianten wie «ESG Standard» und «ESG Plus».
  • radicant wird abgewickelt: Banklizenzrückgabe und geordnete Liquidation wurden im November 2025 beschlossen, Kundeneinlagen sollen geschützt bleiben und eine Transferlösung zu Alpian wurde vereinbart.
  • Die Bank hat ein formalisiertes Entwicklungs- und Führungsmodell mit mindestens zwei Standortbestimmungsgesprächen pro Jahr, Leadership Academy für Führungskräfte und obligatorischer jährlicher Follow-up-Einheit.
  • Nachhaltigkeits- und Greenwashing-Kompetenzen sind im Schulungskonzept verankert; 2025 lag ein Schwerpunkt bei Kundenberaterinnen und -beratern zu nachhaltigen Dienstleistungen und Produkten im Hypothekar- und Anlagegeschäft.
  • Die Bank berichtet starke externe Kundensignale und Rankings, eine durchschnittliche Zufriedenheit von 4,93 von 5 bei über 200 Rückmeldungen sowie keine gemeldeten Verstösse oder laufenden Verfahren zu Produktinformation, Kennzeichnung und Vermarktung.
  • Die Beschaffungs-Governance befindet sich trotz Entscheid 2024 und CPO-Amtsantritt 2025 noch im Aufbau; Nachhaltigkeitsvereinbarungen sind Bestandteil wesentlicher Lieferantenverträge, und Beschaffungen über 3000 bzw. 10000 CHF unterliegen definierten Kriterien bzw. Konkurrenzofferten.
  • Datenschutz, Datensicherheit und KI werden über interne Weisungen, Schulungen, ein Data & AI Governance Board und eine vom Bankrat neu ausgerichtete Information-&-Cyber-Security-Strategie gesteuert.
  • Die BLKB berichtet für 2025 keine begründeten Beschwerden zu Kundendatenschutz sowie keine Fälle von Datendiebstahl oder -verlusten im Zusammenhang mit Kundendaten; gleichzeitig werden diverse interne und externe Prüfmechanismen genannt.
  • Ist die Einstufung des gesamten Dokuments als Werbung mit dem erwarteten Charakter eines Nachhaltigkeits-/Unternehmensberichts vereinbar, oder schwächt dies die Verlässlichkeit der Aussagen gegenüber Investoren, Öffentlichkeit und Aufsicht? → Der Nachhaltigkeitsbericht der BLKB wird als ein jährlicher Bericht erstellt, der den Anforderungen des OR Art. 964a ff. entspricht und nach GRI-Standards sowie dem TCFD-Framework gestaltet ist (vgl. doc ec3ab182-c430-4704-8ffe-6b1781a0f231, S. 6 f.). Er dokumentiert das Engagement der BLKB für nachhaltige Entwicklung und enthält wesentliche, geprüfte Informationen zu sozialen, ökologischen und ökonomischen Themen mit Zielen und Leistungsindikatoren. Die Einhaltung dieser Standards und die externe Prüfung (vgl. S. 6 f., 61) sprechen für eine hohe Verlässlichkeit der Aussagen gegenüber Investoren, Öffentlichkeit und Aufsicht. Eine Einstufung des gesamten Dokuments als reine Werbung ist daher nicht vereinbar und würde die Verlässlichkeit der Aussagen schwächen. Vielmehr handelt es sich um einen Nachhaltigkeits-/Unternehmensbericht mit dem erwarteten Charakter und Transparenzanforderungen, der auch für die Öffentlichkeit bestimmt ist (vgl. S. 5).
  • Die BLKB positioniert sich als regional verankerte, sichere und nachhaltige Kantonalbank mit AA+ S&P-Rating, AA MSCI ESG Rating, über 37 Mia. CHF Bilanzsumme, rund 1000 Mitarbeitenden und 23 Niederlassungen.
  • Im Hypothekargeschäft sind neue Förder-, Beratungs- und Digitalangebote eingeführt worden; die neue kantonale Regulierung zum Heizungsersatz gilt seit Januar 2026.
  • Im kommerziellen Kreditgeschäft gibt es definierte Ausschluss- und Risikobranchen, aber keine spezifischen Sustainability-Linked- oder vergleichbaren Kreditprodukte.
  • Die Konzern-Governance wurde per 1. Januar 2026 überarbeitet; Kompetenzen gegenüber konsolidierten Tochtergesellschaften wurden präzisiert und klimabezogene Zuständigkeiten auf Bankratsausschüsse und Managementfunktionen verteilt.
  • Die BLKB misst Arbeitskultur unter anderem über Cockpit-Dialoge, zweimal jährliche Pulse-Umfragen und externe Reputationsdaten; die letzten drei Pulse-Umfragen hatten 77 bis 81 Prozent Beteiligung, kununu lag per Ende 2025 bei 4,4 Punkten und 83 Prozent Weiterempfehlung.
  • Die Einheit positioniert Reputation, integres Verhalten, Compliance und verantwortungsvolle Beschaffung als zentrale immaterielle Wert- und Risikotreiber der Bank.
  • Die BLKB weist das Dokument ausdrücklich als Werbung aus und beschränkt es rechtlich auf Werbe- und Informationszwecke.
  • Die BLKB übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen und erklärt diese als ungeeignet für Entscheidungsgrundlagen.
  • Das Dokument ist kein FIDLEG-Prospekt und wurde nicht durch eine Schweizer Prüfstelle geprüft oder genehmigt; verbindliche Produktunterlagen sind separat zu beziehen.
  • Die Gesamtverantwortung für die Einheit wird den Ressorts Nachhaltigkeit und Unternehmenskommunikation zugeschrieben; Medien- und Investor-Relations-Kontakte sind genannt.
  • Reicht die Governance über externe und ausgelagerte Arbeitsleistung – insbesondere langfristige IT-Auftragsverhältnisse und Mitarbeitende mit Arbeitsort ausserhalb der Schweiz – aus, um FINMA-, Datenschutz-, Informationssicherheits-, arbeits- und steuerrechtliche Risiken zu kontrollieren? → Die BLKB regelt Datenschutz, IT- und Informationssicherheit sowie den Schutz von Bankkundendaten durch interne Weisungen, die auch für externe Dienstleister mit IT-Zugriff gelten und im Berichtsjahr geschult wurden (Passage [5], S. 41). Wesentliche Auslagerungen, insbesondere im IT-Bereich mit langfristigen Auftragsverhältnissen, werden gemäss FINMA-Vorschriften gemeldet (Passage [4], S. 26). Die IT-Sicherheit wird jährlich durch externe Revision und Interne Revision geprüft, und FINMA-Reviews sind möglich (Passage [2], S. 42). Die BLKB beschäftigt überwiegend eigene Mitarbeitende mit Vertrag, externe Aushilfen nur temporär und in Ausnahmefällen (Passage [4], S. 26). Die Einhaltung arbeits- und gesundheitsschutzrechtlicher Standards wird durch Sicherheitsbeauftragte an allen Standorten überwacht (Passage [4], S. 26). Das Risikomanagement ist in drei Verteidigungslinien organisiert, wobei die zweite Linie die Einhaltung aller FINMA-Anforderungen sicherstellt (Passage [6], S. 16). Insgesamt ist die Governance so ausgestaltet, dass FINMA-, Datenschutz-, Informationssicherheits-, arbeits- und steuerrechtliche Risiken bei externen und ausgelagerten Leistungen kontrolliert werden können.
  • Die BLKB positioniert verantwortungsvolle Produkte als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zugleich als Wettbewerbs- und Ertragshebel in Hypotheken, Krediten, Anlagen und Basisgeschäft.
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